Mobiles Billing vs. Kreditkarte

In den letzten Wochen haben wir ziemlich viele Anfragen zum Thema mobile Billing erhalten. Viele neue Webmaster von SexGoesMobile waren von den überdurchschnittlichen Conversion Rates überrascht. Dazu muss man sagen, dass diese Webmaster zuvor andere mobile Partnerprogramme, hauptsächlich aus dem Ausland, beworben hatten. Laut eigener Aussagen erreichten diese im Deutschsprachigen Raum Conversion Rates von etwa 1:4000. Nach einem 2 tägigen Test mit SexGoesMobile erkannte man Rasch, dass Conversion Rates von 1:50 und besser erzielt wurden.

Der kleine aber feine Unterschied liegt an den Bezahloptionen, die dem Endkunden zur Verfügung gestellt werden. Der Großteil der Partnerprogramme, die auf das „mobile Pferd“ setzen, bieten nämlich ausschließlich Kreditkarten oder Lastschrift Zahlungen an. Der allgemeine Irrglaube, der Endkunde will unbedingt mobile Hardcore Inhalte konsumieren, hält sich nach wie vor in den Köpfen dieser Anbieter. Denn leider verbieten es die Regularien der Mobilfunkanbieter, sowie des Gesetzgebers, Hardcore Inhalte ohne Altersverifikation über die Handyrechnung abzurechnen.

Kommt ein Endkunde nun auf eine Seite, die zwar härtere Inhalte ausliefert, den Kunden jedoch nach Benutzernamen/Passwort fragt und anschließend seine Kreditkarten- oder Konteninformationen haben wollen, ist der Benutzer abgeschreckt. Der Großteil dieser Konsumer bricht den Flow ab. Denn genauso wie im Internet, schmälert jede zusätzliche Seite, die Informationen abfragt, die Conversion Rate. Ergänzend kommt hinzu, dass der Kunde entweder zur Kreditkarte greifen muss oder aber seine Gedankengänge weg vom Inhalt hin zu den Kontoinformationen abgelenkt werden. Dies führt dazu, dass der Kunde wieder zurück in die Realität geführt wird. Ein Impulskauf ist somit nicht mehr möglich.

Es sollte aber auch nicht unterschätzt werden, dass das Erstellen von Benutzernamen und Passwort, sowie die Eingabe der Zahlungsinformationen auf einem Handy erheblich länger dauern und komplizierter zu tätigen sind, als auf einem PC. Mögen die Endgeräte auch noch so modern und fortgeschritten sein. Viele mobile Nutzer sind aber auch der Meinung, dass die Übermittlung ihrer Zahlungsdetails unsicherer ist, als zu Hause am heimischen PC.

Anders sieht dieser Flow beim mobilen Billing aus. Der Kunde muss sein Handy nicht zur Seite legen um die Kreditkarte aus seinem Geldbeutel zu kramen. Seine Gedanken werden nicht auf seine Kontoinformationen abgelenkt. Ferner muss der Nutzer keinen Benutzernamen und ein Passwort auswählen. Er klickt sich einfach und sicher durch den Flow. Wird etliche Male auf den Preis hingewiesen und müssen teilweise auf einer Seite des Mobilfunkanbieters den Kauf final bestätigen.

Vergleicht man beide Bezahlvorgänge miteinander, benötigt der durchschnittliche Kunde in etwa 15-30 Sekunden für den Kauf über die Handyrechnung. Werden jedoch Daten wie Benutzername, Passwort und Kreditkarteninformationen abgefragt, kann dieser Vorgang mindestens 4-6 mal so lange dauern.

Viele Anbieter argumentieren aber auch, dass der Mobilfunkanbieter einen zu hohen Anteil der Ausschüttung einbehält und sie aus diesem Grunde alternative Bezahlmethoden nutzen. Ich denke dies ist ein reines Rechenexempel.

Gehen wir einmal davon aus, dass ein Webmaster 10.000 mobile Besucher im Monat hat. Bei einer äußerst großzügigen und optimistischen Conversion von 1:1000 über Kreditkarte, wären dies 10 aktive Kunden. Bei einer pessimistischen Schätzung von 1:100 über mobile Billing, wären dies jedoch schon 100 aktive Kunden. Den Rest kann sich ja jeder selber ausrechnen.

Vergessen darf man auch nicht, dass bei Kreditkarten bzw. Lastschriftverfahren Stornos möglich sind, was beim mobilen Billing nicht der Fall ist. In meiner Laufbahn ist mir bis dato noch nicht ein mobiles Storno vorgekommen.

Letzten Endes sollte man noch etwas zu den Haltezeiten sagen. Wir sehen derzeit Haltezeiten von etwa 4 Monaten pro aktiven Nutzer.

Viele Grüße
Christian Kreul
ck@sexgoesmobile.com

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